EU setzt sich durch: Urlaubsgespräche werden billiger

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Endlich hat auch Deutschland seinen Widerstand gegen niedrige Roaming-Gebühren aufgegeben. Das EU-Parlament konnte sich mit seinen Tarifsenkungen durchsetzen.

Allerspätestens im nächsten Jahr können Urlauber ruhigen Gewissens in der EU beim Urlaub Handy-Gespräche führen – es darf dann per Gesetz allerhöchstens noch 49 Cents pro Minute für aktive und 24 Cents pro Minute für angenommene Telefonate kosten (plus Steuern).

Wird die nun vereinbarte EU-Gesetzesvorlage im ersten Anlauf verabschiedet, dann könnten die neuen Bestimmungen im Idealfall schon am 7. Juni in Kraft treten. Realistisch wird es wohl eher später Herbst werden.

Gelten sollen die neuen Tarifobergrenzen für drei Jahre, danach werden sie jährlich um je 3 Cent abgesenkt. Auslöser für die europäischen Verbraucherschützer war die jahrelange unverschämte Abzocke, die Provider ganz offen betrieben. Da durfte der Reisende auch mal locker 3 bis 4 Euro pro Minute für einen Anruf zahlen.

Die Abgesandten der 27 EU-Staaten sollen heute in einer Sitzung in Brüssel über das Paket beraten. Das EU-Parlament werde nächsten Montag debattieren und am Mittwoch im Plenum darüber abstimmen. (rm)

Bild: Vodafone

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