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Admins kleine Helfer
Tools für Systemadministratoren
Datensicherung
Admins kleine Helfer
Nachdem wir Ihnen gezeigt haben, mit welchen Tools Sie Daten vor Missbrauch schützen können, steht in diesem Abschnitt die Datensicherung auf dem Programm.
Kostenloser NAS-Server
Sie benötigen ein Network Attached Storage (NAS) und möchten mit Windows-, Linux-, Apple-Clients sowie per FTP, SSH und NFS auf die Daten zugreifen? Dann sollten Sie auf jeden Fall den Einsatz von FreeNAS (www.freenas.org) in Erwägung ziehen. Das System basiert auf FreeBSD oder genauer gesagt auf der minimalisierten FreeBSD-Variante, der freien Firewall M0n0wall. FreeNAS steht unter der offenen BSDLizenz und wird auf der Website als knapp 100 MByte großes ISO-Abbild zum Download angeboten. Die Konfiguration erfolgt ? auch bei M0n0wall ? über eine intuitive, auf PHP basierte Webschnittstelle. FreeNAS arbeitet mit allen von FreeBSD erkannten Controllern und Festplatten zusammen und unterstützt bei der NAS-Konfiguration die RAID-Level 0, 1 und 5. Einziges Manko: Die Bootdisk mit dem Betriebssystem kann nicht in einen RAID-Verbund integriert werden. Allerdings bietet FreeNAS auch die Möglichkeit, die Installation beispielsweise auf einem USB-Stick abzulegen und so alle vorhandenen Festplatten als reinen Storage-Space zur Verfügung zu stellen.
Alternatives Backup-Tool
Eine ausgezeichnete Alternative zum schmalbrüstigen Sicherungswerkzeug cpio heißt afio (http://directory.fsf.org/afio.html). Dieses empfehlenswerte Backup-Werkzeug setzt dort an, wo die Funktionalität von cpio endet: Es bietet beispielsweise eine integrierte Kompression, unterstützt Backups über mehrere Volumes hinweg und erkennt zudem korrupte Datenblöcke. Da afio in den meisten Distributionen nicht vorhanden ist, bleibt Ihnen die Kompilierung des Quellcodes per
make
nicht erspart. Eventuell auftretende Fehlermeldungen wie afio.o(.text+0xef 41): in function syserr können Sie getrost ignorieren, da es sich bei sys_errlist und sys_nerr um Funktionen handelt, die inzwischen nicht mehr verfügbar sind. Abgesehen von dieser Nachlässigkeit geht der Umgang mit afio einfach vonstatten. Um beispielsweise ein Backup Ihres Home-Verzeichnisses zu erstellen, übergeben Sie afio per Pipe einfach die Namen der zu sichernden Dateien.
find /home/tw | afio -o -v -Z – L /tmp/TW_backup.log /dev/st0
schreibt alle im Verzeichnis /home/tw gespeicherten Dateien direkt auf das Bandlaufwerk /dev/st0. Dabei werden die Daten komprimiert (-Z). Die Option -L weist das Tool an, auf /tmp eine entsprechende Log-Datei über den Verlauf der Datensicherung zu erstellen. Die Option -o zeigt an, dass afio die ihm zur Verfügung gestellten Dateinamen in die Sicherung mit einbezieht. Weitere Informationen zur Funktionsweise und Nutzung von afio finden Sie in der im Paket enthaltenen Manualpage sowie auf der Website des Tools.






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