Alte Medien rüsten sich für den Kampf gegen die neuen Medien

Allgemein

Die Dinos der Publizistik behaupten, die Nachricht von ihrem Aussterben sei reichlich übertrieben.

Ihre Herrschaft sei noch nicht vorbei, behaupten die Zeitungsbarone laut Cnet. Time-Warner-Boss Richard Parsons verstieg sich bei der 56. Jahrestagung der National Cable & Telecommunications Association zu einem seltsamen Vergleich:

„Die Googles der Welt sind die Custers der modernen Welt. Wir sind das Volk der Sioux … Sie werden diesen Krieg verlieren, wenn sie in den Krieg ziehen wollen. Die Vorstellung, dass die neuen Jungs in der Nachbarschaft bereits übernommen haben, ist falsch.“

Dieser Häuptling scheint Wounded Knee vergessen zu haben sowie die unbestreitbare Tatsache, dass es heute nur noch wenige gibt, die die Sprache der Sioux sprechen.

Für ihre eigenen Kriegspläne fielen den Medienbaronen die gleichen Strategien ein wie zuvor der Musik- und Filmindustrie: die neuen Medien durch die verschärfte Anwendung von Urheberrechtsgesetzen platt zu machen. Sie redeten erstaunlich viel über den Suchprimus Google, der unter anderem vom Versammlungsteilnehmer Viacom wg. Urheberrechten verklagt wurde. Die neuen Inhalte-Distributoren wie Google werden offenbar zunehmend im Lager der Feinde gesehen.

Es könnte allerdings sein, dass Parsons seine Kampfansage noch zu bereuen hat. Einer der größten Aktionäre seines Ladens heißt Google.

INQopedia
Eine Zeitung war eine nicht interaktive Form von Medieninhalten, die auf Papier gedruckt wurde. Sie wurde nach Gebrauch weggeworfen oder zum Beispiel als saugfähige Unterlage für kleinere Tiere und Vögel benutzt.

(Nick Farrell/bk)

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