Jugendschützer nehmen Social Networking aufs Korn

Allgemein

INQ_Jugendschutz.jpgDer Trend, im Internet virtuelle Freunde zu sammeln, führt dazu, dass unzählige Jugendliche intime Details über ihr Leben veröffentlichen. Mehr oder weniger bewusst. Mehrere US-Bundesstaaten wollen nun Gesetze verabschieden, die den Online-Zugang für Jugendliche einschränken.

Jugendschützer meckern schon länger, dass Social-Network-Sites wie MySpace oder Facebook es den Stalkern und Sexualverbrechern leicht machen, etwaige Opfer zu finden. Daher sollen die Betreiber gezwungen werden, das Alter ihrer Benutzer mit verlässlichen Methoden zu überprüfen. Mit der entsprechenden Rechtsänderung könne Minderjährigen unter 18 Jahren die Nutzung untersagt werden, so lange sie nicht eine elterliche Erlaubnis vorlegen können.
Hier handelt es sich nicht etwa um Hirngespinste Ewiggestriger. In Connecticut steht das entsprechende Gesetz kurz vor seinem Beschluss und in vier anderen Staaten sind ähnliche Initiativen in Arbeit.

Altersverifikation über Internet wird bei Alkohol und Zigaretten über Kreditkarten oder staatliche Führerscheindatenbank erledigt. Für Minderjährige sind diese Methoden jedoch nicht tauglich, da sie weder Kreditkarten noch Führerscheine besitzen (außer manche ab 16). Dem Einwand, dass die verlässliche Altersüberprüfung schwer durchführbar ist, stellt Richard Blumenthal, ein Verfechter der neuen Gesetzte, entgegen: “Wenn wir einen Mann auf den Mond schicken können, dann können wir auch das Alter einer Person überprüfen.”
Komisch nur, weshalb man die Kinder gängelt, statt sexuell einschlägig Auffälligen (und den Straftätern sowieso) den Zugang ins Internet verwehrt. Oder sie auf den Mond schießt – zusammen mit Blumenthal&Co. (rm)

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