XP: der langsame Tod eines Betriebssystems

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Namhafte, wenn nicht führende Komplettsystem-Hersteller gehen mit der Mode, liefern ihre Recher mit Vista aus und beenden augenblicklich den XP-Support.

Nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass leidenschaftliche Trolle diesen Beitrag lesen: ja, es handelt sich um einen weiteren Teil des privaten Kreuzzugs unseres britischen Inquirer-Kollegen Charlie Demerjian gegen das ihm zutiefst verhasste Windows ME II (The Betriebssystem Formerly Known As Vista). Und auch wenn Vista bei manchen unserer Leser problemlos funktionieren soll, Hand auf’s Herz, letztendlich ist es mit Betriebssystemen wie mit Frauen. Oder Männern (Zutreffendes bitte ankreuzen). Alles geht solange gut, bis man Erwartungen an sie richtet. Oder neue, private Anwendungen installiert.

Charlie jedenfalls schlüpft in die Rolle eines überzeugten Hewlett-Packard-Kunden, der gerade einen Brot-und-Butter-Abakus vom Typ Presario SR2163WM erworben hat, Vista prompt nicht mag, deswegen sein vertrautes XP installieren möchte und nun nach den passenden Treibern sucht. Er findet keine auf den HP-Support-Webseiten und ruft deswegen den Telefonsupport an. Das Gespräch mit dem freundlichen und kompetenten Supportmitarbeiter hat Charlie genau dokumentiert, ich sehe mich aber ausserstande, alles zu übersetzen, weil ich angesichts solcher Karl-Valentiniaden unaufhörlich lachen muss.

Daher hier nur das trockenen Fazit: Der neue Presario SR2163WM wird mit Vista ausgeliefert, deswegen gibt es keine Treiber für XP mehr, wer diese trotzdem haben will, soll sie sich selber zusammensuchen. Ok. Charlie fasst dies mit sehr deutlichen Worten zusammen, nämlich dass HP im Microsoft-Stil Kunden schlecht behandeln würde (“screw the customer”). Und damit hat er wohl wieder einen wunden Punkt erwischt. [fe]

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