Sun unterstützt OpenOffice für den Mac

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Das gibt es zwar schon. Aber nicht nativ in Apples OS X eingebunden und unendlich langsam.

Sun hatte vor Jahr und Tag das deutsche Star Office gekauft und es in die Freiheit des offenen Quellcodes entlassen, in der das alternative Büropaket heute als OpenOffice.org bekannt ist. Die bekannten Linux-Distributionen bringen es von Haus aus mit, und auch unter Windows schlug es bereits eine ausgeprägte Delle in Microsofts Office-Vorherrschaft.

Mac-Nutzer hingegen müssen bislang mit einer zähflüssigen und umständlichen Anpassung leben, die auf X11 beruht und kein Drag & Drop mit anderen Anwendungen erlaubt. Noch einmal unendlich langsamer ist das besser eingebundene NeoOffice, das OpenOffice jedoch teilweise mit Java implementiert.

Und warum kümmert sich nun Sun um Software für Apples Hardware? Eine gute Frage, die sich auch Philipp Lohmann gestellt hat, bei Sun für die OpenOffice-Entwicklung zuständig:

„Einige mögen fragen: Warum schließt sich Mac dem Projekt der Mac-Portierung an? Wenn man sich bei Konferenzen und in den Flughäfen umsieht, dann kann einem nicht entgehen, dass mehr und mehr Leute in diesen Tagen Apple-Notebooks benutzen. Apple hat auch einen wesentlichen Marktanteil im Desktop-Bereich. Wir unterstützen diese Portierung, weil eine aktive Community daran interessiert ist.“

Die Geschichte der Portierung auf Mac OS X ist fast so alt wie OpenOffice selbst. Sun stellt nun zwei bezahlte Entwickler ab, um mehr Tempo in die Büroarbeit zu bringen. Ein Sprecher erklärte gegenüber VNUnet, auch eine kommerzielle StarOffice-Suite für den Mac sei „durchaus möglich“.

(Shaun Nichols/bk)

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