MS Ballmer hetzt schon wieder

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Wenn ein Alleinherrscher mit dem Rücken zur Wand steht, dann werden seine Tiraden schriller und häufiger. Steve Ballmer als CEO bei Microsoft wird in acht Wochen nach Billyboys Abgang Alleinherrscher sein. Das hört man schon jetzt.

Wieder einmal prognostiziert Ballmer den Untergang. Weder des Abendlandes noch den von Microsoft, versteht sich, sondern den von Lieblingsfeind Apple. Stolperstein für die Kalifornier werde das iPhone werden, so will es Ballmer (erkannt haben).
Das sagt er nicht zum ersten Mal, aber diesmal ganz offiziell im Interview mit “Propagandablatt” USA Today. Dem Apple-Handy sagt er die Totgeburt voraus: kein signifikanter Marktanteil. Eher etwas Richtung 2 oder 3 Prozent. Der iPod-Erfolg sei nicht wiederholbar, denn damals sei man rechtzeitig im Markt gewesen. Diesmal trifft man auf einen alten, wohlgeordneten Markt. Doch hier irrt der Meister, denn der iPod traf damals auch auf einen gut gefüllten Markt voller begehrter und günstiger MP3-Player. Journalisten kritisierten damals den späten Eintritt und den hohen Preis. Trotzdem klappte es.
Ballmer lieferte noch einen herrlichen Widerspruch: Obwohl er im iPhone den Sargnagel von Apple ausgemacht haben will (was er gebetsmühlenartig seit längerem in jedem Smalltalk wohl fallen lässt), gesteht er dem 500-Dollar-Mobiltelefon zu, dass es dem Konzern wohl eine Wagenladung Cash bescheren dürfte. Komisch, ich dachte immer, das wäre genau das Geschäftsziel eines Produzenten – und selten der Grund für das Ende. Im Gegensatz zum MS Zune, der keine Cash-Fuhren nach Hause fährt – geht es Microsoft deshalb so gut?!? (Nick Farrell/rm)

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