Spanier schnappen sich die Telecom Italia

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Der italienische Telekomkonzern wechselt für gepflegte 4,1 Milliarden Euro den Besitzer.

Pirelli-Chef Marco Tronchetti Provera, der über die Holding Olimpia zusammen mit Benetton die Telecom Italia kontrollierte, machte am Wochenende Nägel mit Köpfen: Er verkauft Olimpia und damit die Kontrolle am fünftgrößten Telekomkonzern Europas an ein Konsortium des spanischen Konzerns Telefónica, zu dem auch Banken gehören.

Von den insgesamt 4,1 Milliarden Kaufsumme werde Pirelli allein 3,3 Milliarden Euro erhalten, berichtete die Zeitung “La Repubblica” am Sonntag. Mit einem Anteil von 42,3 Prozent wird die Telefónica das Konsortium anführen und das Sagen in Italien haben und auch direkt zwei Posten im Verwaltungsrat übernehmen.

Für die Telefónica ist der Einstieg in Italien ein weiterer Meilenstein ihrer Expansionsstrategie. Die Spanier besitzen den britischen Mobilfunker O2, sind zudem in Deutschland und Tschechien und vor allem in Südamerika sehr aktiv.

Weltweit hat der Konzern bereits 203 Millionen Kunden. Trotz der starken Expansion hat Telefónica im Vorjahr den Gewinn um 40 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro steigern können. (rm)

Bild: Telecom Italia

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