Men in Black gegen Open Source

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Nicht die Komiker aus dem Film. Sondern Microsoft-Lobbyvertreter, die in Gruppen bei OpenSource-freundlichen Abgeordneten auftauchen.

Ed Homan, Chirurg, Orthopäde und Abgeorneter aus einem Wahlkreis im Herzen des US-Bundesstaates Florida, brachte einen 38seitigen Gesetzesvorschlag ein. Das Thema: Behörden sollten seiner Meinung nach offene Dokumentenformate wie ODF nutzen, statt sich auf proprietäre wie Microsofts “.doc” oder “Open XML” zu beschränken. Ein langweiliger Verwaltungsakt, wie Ed selbst annahm. Eine Stunde vor der Lesung des Gesetzesvorschlags sassen aber bereits drei Anzugtypen in Eds Büro. Lobbyvertreter von Microsoft, die ihn von seinem Vorhaben abzubringen versuchten. In vier anderen Bundesstaaten laufen ähnliche Gesetzesvorhaben und stossen auf ähnliche Lobbyaktivitäten des Redmonder Konzerns.

Aber womöglich kommen diese Vertreter ja in Frieden und wollen nur Handelsbeziehungen mit den Bewohnern des kleinen blauen Planeten knüpfen, zu beiderseitigem Vorteil. [fe]

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