Versatel stolpert an die Börse

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Rund eine halbe Milliarde Euro versprach man sich vom bisher größten Börsengang des Jahres. Doch die Aktie des Telekom-Konkurrenten war nicht allzu begehrt und rutschte unter den Ausgabepreis.

Versatel hatte eine Preisspanne von 29 bis 36 Euro festgelegt. Doch gleich nach der Erstnotierung sackte die Aktie unterhalb von 28 Euro. Vom gesamten Emissionsvolumen (830 Millionen Euro) erhält die Firma selbst nur 406 Millionen Euro, den Rest vereinnahmt Finanzinvestor Apax.

Mit dem frischen Kapital will die Telefongesellschaft vor allem den Schuldenberg von rund 800 Millionen Euro abtragen, denkt aber auch an etwaige Zukäufe, um ihre Stellung im hart umkämpften deutschen Breitbandmarkt auszubauen.

Versatel kämpft mit eigenen Netzen für Breitbanddienstleistungen in 28 deutschen Großstädten mit der Deutschen Telekom. Im abgelaufenen Jahr setzte Versatel 666 Millionen Euro um und machte einen Bruttogewinn von 211 Millionen Euro. Doch unter dem Strich blieb auch wegen der hohen Verschuldung nur ein Verlust. (rm)

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