Trend Micros Frühwarnsystem
Malware-Mafia im Visier

SicherheitSicherheitsmanagement

Im Kampf gegen Malware setzt Trend Micro auf eine neue Strategie. Ein Rating-System soll Surfer vor riskanten Sites warnen.

Software warnt vor Malware-Sites

Trend Micros Frühwarnsystem

Malware-Programmierer versuchen immer häufiger, Webseiten mit Schadcode zu präparieren. Zwei Beispiele: Beim Klick auf ein Youtube-Video erscheint eine Meldung, dass der zum Abspielen erforderliche Codec fehlt. Der Download befördert aber auch einen Backdoor-Trojaner auf den PC. Beliebt ist es auch, via Webseite unbemerkt ein Skript zu starten, das Code auf dem PC ausführt. Mit solchen Tricks verdienen Cyber-Kriminelle angeblich mehr Geld als die Drogenmafia, behauptet Raimund Genes, Chief Technical Officer von Trend Micro.

Trend Micro arbeitet an einem neuen Sicherheitskonzept. Dabei werden URLs nach über 50 Merkmalen analysiert ? etwa wie oft die Site den Server wechselt, ob sie auf einem Spammer-Server lagert oder wie die Domainregistrierung aussieht. Die analysierten URLs landen mit einem Sicherheits-Rating in einer Datenbank, die bei NTT gehostet wird. So entstehen Profile von bekannten oder verdächtigen Malware-Seiten. Geht der Websurfer auf eine Webseite, checkt die Sicherheits-Software, ob diese gefährlich ist und warnt dementsprechend. Derzeit ist die Technik noch in der Betaphase. Die ersten Produkte mit der Technik will Trend Micro im Frühjahr in den Handel bringen.

Auch andere Anbieter arbeiten mit alternativen Konzepten. Schon seit längerem bietet Eleven den Antispam-Dienst Expurgate an. Der analysiert die Verbreitungsmuster von E-Mails und erkennt Massenmails unabhängig von deren Inhalt.