Vater der Playstation geht in Rente

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Ken Kutaragi bescherte der Welt die Playstation. Jetzt wendet er sich ab von diesen irdischen Geschäften und gibt seine Ämter bei Sony Computer Entertainment auf.

Er kündigte seinen Rücktritt als Vorstandsvorsitzender und Group CEO von SCEI zum 19. Juni an. Er darf seine Nachfolger aber noch ein wenig beraten und sich mit dem Titel eines Vorsitzenden ehrenhalber schmücken, bevor er sich auf die Golfplätze der Ex-CEOs zurückzieht.

Nichts hat Kutaragi mehr getroffen, nehmen wir an, als die um zwölf Monate verzögerte Entwicklung der Playstation 3 und die nicht eben sensationellen Verkaufsergebnisse.

Kutaragis Rückzug könnte auch durch grobe und öffentlichkeitswirksame Fehler wie die von Jack Tretton beschleunigt worden sein. Der Chef von Sony Computer Entertainment America hatte sich lächerlich gemacht mit seinem Spruch: „Wenn ihr eine PS3 irgendwo in Nordamerika findet, die länger als ein paar Minuten im Ladenregal steht, dann gebe ich euch 1200 Mäuse.“ Von Penny Arcade war daraufhin eine verdiente Retourkutsche gekommen.

Kutaragis Nachfolger als CEO wird Kazuo Hirai, der bereits als COO von SCEI agiert und damit die ganze Bürde der Verantwortung übernimmt, was das künftige Schicksal der Playstation angeht.

(Theo Valich/bk)

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