Siemens: Kleinfeld geht, IT-Dienste kommen wieder

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Nachdem Dr. Klaus Kleinfeld als Vorstandsvorsitzender der Siemens AG seinen Vertrag nicht verlängern will, bangen die Mitarbeiter weiter, ob das Aufräumen dennoch weitergeht. Die einst ausgelagerte SIS-Sparte und eine zugekaufte Software-Firma sind erst einmal wieder im Boot.

“Ich bin drin”, könnte man Boris Beckers Webung für AOL (von 1999) nun wieder auf die IT-Dienste des Siemens-Konzern anwenden: Wenigstens das Geschäft mit der IT-Technik ist dem Konzern etwas wert – oder der Vekauf zu wenig. Erst wurde für die Software-Firma IBS Geld geboten, zuletzt kündigte man die Wiedereingliederung der schon ausgelagerten Sparte Siemens Information Services an.

“Ich bin raus” sagt aber Siemens-Chef Kleinfeld. Nachdem schon Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer auf Druck der Aktionäre zurücktrat (Nachfolger ist Gerhard Cromme), will sich auch sein Nachfolger als Vorstandsvorsitzender, Klaus Kleinfeld, nicht mehr mit den offenbar tobenden Mitarbeitern, Aktionären und böse formulierenden Zeitungen auseinandersetzen.

Dass ein Führungswechsel den gebeutelten Konzern wieder in ruhigere Fahrwasser bringen könnte, ist bei den Mitarbeitern umstritten: “Da sind wahrscheinlich noch zu viele Leichen im Keller”, erklärte ein Mitarbeiter der mittleren Führungsebene gegenüber IT im Unternehmnen. (mk)

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