Aktionäre: Apple soll endlich grüner werden

Allgemein

Steve Jobs liegt mehr an Aktien-Optionen als an umweltfreundlichen Produkten. Es gibt Aktionäre seiner Firma, die das ändern wollen. Auf der nächsten Jahreshauptversammlung am 10. Mai lassen sie darüber abstimmen.

Der Vorschlag besagt, bestimmte gefährliche Chemikalien sollten in Apples Produkten keine Verwendung mehr finden. Wird das Papier angenommen, muss Apple innerhalb von sechs Monaten einen Bericht darüber abliefern, wie sich die beanstandeten Materialien in Zukunft vermeiden lassen. Es geht unter anderem um bromierte feuerhemmende Stoffe in Platinen sowie PVC-Kunststoffe.

Der Apple-Vorstand wandte sich gegen die Resolution und argumentierte damit, dass Apple bereits über angemessene Umwelt-Standards verfüge. Das allerdings sieht man nicht nur bei Greenpeace ganz anders. Andere Hardwarehersteller wie Lenovo und Dell haben längst Konsequenzen gezogen.

Die Resolution wurde von der Investmentgruppe Trillium Asset Management eingereicht, die auf sozial verantwortliche Investments spezialisiert ist. Sie gehört zum Investor Environmental Health Network, das Druck auf börsengehandelte Firmen ausübt, giftige Materialien aus ihren Produkten zu entfernen.

Ein weiteres Anliegen der Apple-Aktionäre: Die Regeln für Aktien-Optionen sollen geändert werden. Deren rückdatierte Anwendung bringt inzwischen Steve Jobs selbst in zunehmende Bedrängnis, nachdem Apples früherer Finanzchef ihn belastet hat.

(bk)

Link

Apple grünt immer noch nicht