Robin Bloor: Antiviren-Lösungen sind Versager

SicherheitVirus

Robin Bloor, Gründer des Marktforschungs-Instituts Bloor Research, fordert einen Whitelist-Ansatz, um Viren effektiv zu bekämpfen.

Bloor kritisierte in einem Podcast mit Securewave, dass Antiviren-Lösungen, die mit einem signaturbasierten Ansatz nach polymorphen Schädlingen fahnden, zu oft versagten.

Securewave ist ein Hersteller von Antivirensoftware. Die Kritik scheint nicht unbegründet: Laut einer Studie des australischen Computer Emergency Response Teams (Auscert) erkennen herkömmliche Antivirenprodukte nur 80 Prozent aller neuen Viren, jeden fünften Virus lassen sie passieren. Bloor plädiert daher für einen White-statt einen Blacklist-Ansatz.

Während bei einer Blacklist alle bekannten Schädlinge aufgeführt sind, Neulinge aber erst einmal aufgeführt sein müssen, damit sie ausgesperrt werden können, lässt eine Whitelist nur Applikationen zu, die explizit freigeschaltet sind.

Um seine Thesen weiter zu untermauern, hat Bloor die Initiative “Anti Virus Is Dead” (AVID) ins Leben gerufen – und damit gleich den Gegner benannt: Virenspezialist Symantec. Da sich Bloor zudem auf Symantec-Mitbewerber Securewave als Initialzünder bezieht, bekommt sein sinnvoller Ansatz leider den Beigeschmack einer schlecht lancierten PR-Kampagne. (ts/mto)
Bild: 2007 JupiterImages Corporation

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