Amoklauf: Sprungbrett für Online-Kriminalität

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Wie bei allen bewegenden Ereignissen ist es nicht verwunderlich, dass der Amoklauf an der Virginia Tech bereits von Cyberkriminellen für ihre Zwecke ausgenutzt wird.

Ähnlich wie nach Hurrikan Katrina oder Herbststurms Kyrill sind bereits fingierte E-Mails im Umlauf. In diesen versuchen Hacker durch ein aktuelles Ereignis ihre Opfer mitzureisen. Derzeit kursieren E-Mails mit einem Link auf eine angebliche Video-Datei mit dem Namen ” terror_em_virginia.scr”. Beim Klick auf diese Datei sieht das Opfer allerdings keinen Film über das Massaker sondern erhält einen wohlbekannten Bank-Trojaner. Dieser kann Passwörter und Zugriffsdaten von Bank-Accounts stehlen. So ein Bericht von Pressetext Austria.

“In letzter Zeit häufen sich die Vorfälle, bei denen große Medienereignisse noch am selben Tag von kriminellen Kräften ausgenutzt werden”, warte ein Sophos-Sicherheitsexperte Graham Cluley. Doch die Cyberkriminellen versuchen nicht nur mittels Trojanern ihre Opfer anzugreifen: “Allein am ersten Tag des Massakers wurden mehr als 450 Domains gekauft, die auf den Namen oder die Ereignisse rund um Virginia Tech zurückgehen”, meint Cluley weiterhin.

Allerdings sind Sophos zufolge alle fingierten Mails bisher nur in portugiesischer Sprache verfasst. Auch liegen derzeit keine Informationen über die Zahl der Betroffenen vor. Trotzdem ist Vorsicht geboten. (mr)

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