Millionen Blackberry-Nutzer 10 Stunden ohne Mail

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Blackberry-Systeme fielen aus, und RIM weiß noch immer nicht, was eigentlich los war. Blamabel für das Unternehmen ist, dass sie ihre Geräte vor allem in den ´Business-Bereich verkauft hatte – Wall-Street-Broker, die sich auf ihre mobile Mail-Station verließen, konnten möglicherwesie einige Deals nicht abschließen.

Smartphone und Mobil-Mail-Anbieter Research in Motion (RIM) war gestern ausgefallen. Fünf Millionen Blackberry-Nutzer erhielten ihre Mails nicht, erst nach zehn Stunden liefen die Server wieder.

Auch, wenn RIM noch offiziell verkündet, man suche noch nach den Gründen für das Problem, dämmert den meisten Branchenkennern: Die Server sind einfach unter der Last der Konsumenten zusammengebrochen. Denn nachdem der bisherige Business-Spezialist einen Riesenerfolg mit seinen Consumer-Versionen des Blackberry hatte – im letzten Jahr waren 3 Millionen neue Nutzer hinzugekommen – hatte das Unternehmen wohl nicht konsequent genug in seine Systemerweiterungen investiert.

RIM musste schon im Sommer 2006 mit einigen mehrstündigen Ausfällen zurechtkommen – damals lag es an den Mobilfunkbetreibern, über die die Push-E-Mails ausgeliefert wurden.

Die Verluste, die durch den Ausfall von modernen Kommunikationsmitteln auftreten, sind nicht zu unterschätzen: In einer Umfrage des Diensleisters ProfitLine bei 70 größeren Unternehmen meldeten 44,5 Prozent der Firmen Störungen im Arbeitsablauf, Störungen bei kurzfristigen Entscheidungen des Managements, und auch Blackberry-abhängiges Service-Personal reagierte angeblich nicht mehr auf eilige Service-Anfragen. Von den verpassten Chancen für die inzwischen ebenfalls extrem Technik-abhängigen Börsen-Spekulanten war erst einmal nicht die Rede. (mk)

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