Wissenschaftler: Handys töten Bienen

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Noch so ein verspäteter Aprilscherz? Mitnichten, behaupten einige britische Wissenschaftler im ernsten Ton. Sie glauben, dass unsere Mobiltelefone eine globale Hungersnot auslösen.

Bevor Sie jetzt denken “wen interessiert es, ob sich Bienen im handygesättigten Großstadtdschungel verfliegen?”, sollten wir einen Blick in die USA werfen: Dort sind jüngsten Schätzungen zufolge etwa 60 bis 70 Prozent ALLER Honigbienen verschwunden. Es kündigt sich ein Desaster in der Landwirtschaft an, denn ohne Bienen keine Bestäubung, ohne Bestäubung gibt es viele Feldfrüchte einfach nicht. Und so viele Mexikaner kann (und will) die USA gar nicht ins Land lassen, um die Blütenbestäubung von Hand vorzunehmen (was in Gewächshäusern üblich ist). Im Zusammenhang mit den drohenden Dürren dank Klimaumschwung bahne sich hier eine mittelalterliche Hungersnot für viele Menschen an, warnt nicht nur Al Gore.
Grund genug, sich um die Ursachen des Bienensterbens zu sorgen, dachten die britischen Forscher und gingen ans Werk. Während manche Experten schon den landwirtschaftlichen Einsatz von Pestiziden, Chemikalien und Pharmaerzeugnissen in Verdacht haben (sehr wahrscheinlich), sehen die Briten in der Handy-Strahlung den Verursacher (sehr merkwürdig).
Sie bringe das innere Navigationssystem der Biene durcheinander, so dass sie kaum noch ihren Stock finde.
In dieser Theorie gibt es allerdings ein paar Löcher, denn Bienen leben auf dem Lande, wo die Handynetz-Dichte in manchen Gegenden recht dünn ausfällt. Außerdem meiden andere Bienen einen halb oder ganz verlassenen Stock wie die Pest, obwohl sie gleich nebenan wie gewohnt weitermachen. (Nick Farrell/rm)

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