Wachstumsprognose: ITK-Branche erwartet steigende Umsätze

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Die CeBIT hat neuen Schwung in die Branche gebracht: 78 Prozent der BITKOM-Mitglieder erwarten höhere Umsätze für 2007. Auf einer Telefonkonferenz stellte der Vorstandsvorsitzende Willi Berchtold die aktuellen Zahlen vor. Was fehlt, sind Fachkräfte.

Auf der CeBIT konnten die ITK-Aussteller Investitionen in Hardware, Software und im Dienstleistungsbereich in Höhe von rund 11 Euro Milliarden vereinbaren. “Alle Trends zeigen nach oben”, so Berchtold, Vorstandsvorsitzender des BITKOM.

So konnten 63,9 Prozent der befragten Unternehmen im ersten Quartal 2007 ihren Umsatz erhöhen, 58,4 Prozent ihren Ertrag. Für das gesamte Jahr 2007 rechnen 78,4 Prozent der Unternehmen mit steigenden Umsätzen.

Zu diesem Ergebnis kommt BITKOM in seinem Branchenbarometer, für den er alle drei Monate seine Mitgliedsunternehmen befragt. “Das sind Top-Werte, und hier macht sich der Erfolg der Messe voll bemerkbar. Die ITK-Branche hat auf der CeBIT Schwung geholt für das gesamte Jahr” unterstreicht Bertold das positive Ergebnis.

Die Prognose: Für den ITK-Gesamtmarkt inklusive Consumer Electronics erwartet der Branchenverband ein Wachstum um zwei Prozent auf 149 Milliarden Euro.

Damit unterstreicht Bitkom den ifo-Index für die Gesamtwirtschaft, den das ifo Institut für Wirtschaftsforschung (www.ifo.de) kürzlich vorgelegt hat (siehe Grafik)

Besonders optimistisch zeigten sich Anbieter von Software und IT Dienstleistungen. Während im letzten Quartal 2006 74 Prozent der IT Dienstleister mit einem Umsatzplus rechneten, sind es nun 84 Prozent. Als Ursache dafür sieht Berchtold unter anderem den Trend zu Service Orientierten Architekturen (SOA).

Hohe Aufmerksamkeit verdient laut BITKOM auch das Segment Embedded Systems, das besonders von der verarbeitenden Industrie entwickelt und eingesetzt wird. Aktuelle Projekte zu diesem Thema werden auch auf der gerade gestarteten Hannover-Messe gezeigt.

Als Hemmnis für ihre Geschäftstätigkeit geben 54 Prozent der Unternehmen den Fachkräftemangel an. Was fehle, seien besonders Software-Entwickler und die IT-Berater mit Knowhow in Anwenderbranchen. “Hier besteht dringender Handlungsbedarf”. Leider dient der Kompromiss beimr Zuwanderungsgesetz eher der Zuwanderungsverhinderung, nicht ihrer Steuerung”, so Willy Berchtold.

Die Forderung des BITKOM: Eine Halbierung der derzeit gültigen “utopischen Einkommensgrenze” von 85.000 Euro. (Barbara Lange/mk)

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