Update für Profi-Schreibprogramm Mellel

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Die MacOS-Textverarbeitung Mellel hat ein Major-Update erhalten. Die Software beherrscht auch exotische Schriftsysteme wie Runenschrift, Koptisch oder Sanskrit.

Die neue Version 2.2.1 von Mellel bietet umfangreiche Zitations- und Bibliografie-Funktionen. Mit ihnen können entsprechende Textstellen dokumentweit verwaltet werden. Zitate können einzeln oder dokumentenweit verschiedene Status bekommen, beispielsweise neu oder verifiziert. Die Bibliografie-Funktion verlinkt zu den zugehörigen Zitaten und lässt sich überall platzieren.

Mellel kann gezielt in Zitaten und Bibliographien suchen, auch Großdokumente mit 3000 Zitaten sind kein Problem. Neu ist auch die Möglichkeit, Textpassagen zu markern und diese später im Text zu suchen. Hierzu stehen diverse Farben zur Verfügung, so dass sehr fein differenziert und gruppiert werden kann. Die Marker können optional mit ausgedruckt werden.

Ebenfalls neu ist die Funktion, Schriften stilistisch zu verändern, beispielsweise durch Outline- und Hintergrund Optionen, die nicht als Charakteristika im Schriftsatz oder als Default im Dokument vorgegeben sein. Unter- und Durchstreichungen in anderen Farben und Strichstärken als die des verwendeten Schriftsatzes sind möglich. Umrisslinien und andere Änderungen von Buchstaben können zusätzlich eine andere Neigung bekommen, beispielsweise stärker gekippt sein als die Textschrift selbst.

Die Shareware Mellel ist für professionelle Schreiber gedacht – und für solche, die Funktionsvielfalt ohne immense Kosten schätzen. Mellel bietet diverse Formatierungs- und Kontrollfunktionen und kann unterschiedliche Schriftsysteme wie Lateinisch, Hebräisch, Arabisch, Kyrillisch und asiatische Schriften in einem Dokument korrekt darstellen. Zudem gibt es eine Reihe zusätzlicher Schriften, die antike und seltene Systeme wie Runenschrift, Koptisch, Alt Persisch und Sanskrit einschließen.

Übliche Layout-Funktionen wie Bildplatzierungen oder Tabellen gehören schon länger zum Funktionsumfang von Mellel. Mellel wird von RedleX programmiert und ist in 17 Sprachen lokalisiert. Das Programm kostet 49 US-Dollar, in der Box 59 US-Dollar, Studenten zahlen 35 Dollar. Ein Familiy-Pack mit fünf Lizenzen ist für 99 Dollar zu haben. Der einzige Wermutstropfen: Das Programm ist nur für Mac OS X erhältlich. Wer eine leistungsfähige Textverarbeitung für Windows jenseits von Microsoft Word sucht, sollte sich OpenOffice oder Papyrus ansehen. (ts/mto)

(Bild: Redlex)