Klassische Produktgruppen entdecken Online-Werbung

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Was bis vor Kurzem vor allem Hightech-Unternehmen aus der IT-Branche begriffen, sickert nach neuesten Erhebungen jetzt auch in die klassischen Branchen: Online-Werbung setzt sich durch.

Immer mehr klassische Wirtschaftszweige setzen auf Online-Werbung. So haben beispielsweise Handelsorganisationen ihre Online-Werbeaufwendungen mehr als vervierfacht. Zu diesem Ergebnis kommt der Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW (Bundesverband digitale Wirtschaft) in seinem Online-Report 2007/01.

Demnach wirbt auch die Automobilindustrie verstärkt online: Im Kfz-Markt liegt der Anteil der Imagewerbung bei knapp 30 Prozent. Großversender gaben im Jahre 2006 ca. 25 Prozent ihres Werbeetats für Online-Werbung aus. Auch Discounter nutzen stärker die Möglchkeiten des Internet. Insgesamt verdoppelten die Handelsorganisationen ihr Werbeengagement im Internet um zusätzliche 15,4 Millionen Euro. Neukunden stammen besonders aus der Branche der Finanzdienstleister.

Wichtige Einflussfaktoren für diese Entwicklung: Viele Internet-User nutzen das Netz zur Vorbereitung ihres Kaufes.

Mehr als die Hälfte der Internetnutzer (52,5 Prozent) informiert sich online über Autos, über Unterhaltungselektronik (42,5 Prozent), Möbel und Einrichtungsgegenstände (36,7 Prozent).

Insgesamt betrugen die Online-Bruttowerbeaufwendungen für das Gesamtjahr 2006 1,9 Milliarden Euro – damit sind die Umsätze der Online-Werbung um 84 Prozent gestiegen. Für 2007 schätzen die Experten des Online-Vermarkterkreises ein weiteres Wachstum auf 2,5 Milliarden Euro. Besonders zugelegt hat das Suchwort-Marketing mit 115 Prozent. Aber auch die klassische Online-Werbung (69 Prozent) und das Affiliate-Marketing (48 Prozent) steigerten sich.

Nach Einschätzungen des Online-Vermarkterkreises hat das Medium Online mit diesem Ergebnis seine Position als viertwichtigster Werbeträger in Deutschland weiter ausgebaut. Die Hitliste: TV (37,7 Prozent), Zeitung (24,1 Prozent) Publikumszeitschriften (18,9 Prozent), Internet mit 8,7 Prozent auf Platz vier. (Barbara Lange/mk)

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