Google-Earth vs. Microsoft live.com
Virtuelles Product-Placement

Allgemein

Mit neuen Marketing- und Service-Angeboten rüsten Google Earth und Virtual Earth ihre Geodaten-Dienste auf.

Bird’s Eye View

Google-Earth vs. Microsoft live.com

Mit scharfen Satellitenbildern von Mutter Erde war Google mit Google Earth vor ein paar Jahren der große Coup gelungen; Konkurrent Microsoft zog nach. Mittlerweile bieten die Mapping-Dienste weit mehr als Satellitenaufnahmen. Neueste Errungenschaft bei Microsoft ist beispielsweise die Ansicht Bird?s-Eye-View. Statt stur von oben wie bei Google Earth wirft der Nutzer hier einen Blick von schräg oben auf Häuserfassaden und Straßenzüge. So kann man deutlich mehr erkennen. 160 europäische Städte, darunter 58 deutsche, hat Microsoft so erfasst.

Attraktive Werbeformen

Beide Anbieter lassen sich solche besonderen Features einiges kosten, denn scharfe Bilder allein reichen nicht mehr. Google und Microsoft wollen Plattformen schaffen, mit denen Unternehmen ihre Kunden besser erreichen. Da geht es nicht mehr nur darum, anhand der Karte über Firmenstandorte, Anfahrtsrouten oder Verkaufs- und Mietobjekte zu informieren. Google und Microsoft locken mit attraktiven Werbemöglichkeiten innerhalb der Kartenansichten.

In Google Earth können Interessenten etwa ihr Wunsch-Gebäude dreidimensional darstellen lassen ? perfekt, um das eigene Firmengebäude auf dem virtuellen Globus in die rechte Perspektive zu rücken.

Die 3D-Darstellung bietet auch Microsoft ? und liefert gleich ein neues Werbemodell dazu. Unternehmen mieten sich ein Stück virtuelle Welt: In den 3D-Karten von Virtual Earth können sie dann auf virtuellen Werbeplakaten ihre Produkte und Dienste anpreisen. Die Plakate zeigen nach dem Vorbild von Ingame-Werbung wechselnde Werbebotschaften an.

Für Business-Kunden

Bei Microsoft Virtual Earth ist die Ausrichtung auf Business-Kunden nicht zu übersehen ? in der Live-Search-Suche steht »Businesses« ganz vorn. Auch Google verbindet seinen Kartendienst mit Business in einer Kooperation mit dem Automobilhersteller BMW. Fahrer der bayerischen Karossen können in den Google-Maps einen Zielort suchen und bei Bedarf als Navigationspunkt an ihren Bord-Computer schicken, der sie daraufhin an ihr Ziel bringt.