LG.Philips: Nach roten Zahlen sehen die Eigentümer rot

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Der niederländische Elektronikriese ist gefangen in einem koreanischen Joint Ventures, das laufend Miese schreibt und sucht nach einem Weg, LG.Philips den Rücken kehren zu können.

Trotz Kostenreduzierung und Umstrukturierungen schreibt der mit LG Electronics gemeinsam betriebene TFT-Produzent im vierten Quartal in Folge rote Zahlen (wir berichteten). Philips plant nun, sich von Anteilen zu trennen, meldete auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Philips hält 32,9 Prozent, was etwa einen Gegenwert von 4 Milliarden Dollar entspreche. 37,9 Prozent befinden sich im Besitz des Südkoreaners LG Electronics. Der Rest verteile sich auf kleinere Investoren.

Beide Unternehmen vereinbarten ursprünglich, bis Juli 2007 jeweils mindestens 30 Prozent der Anteile am Joint Ventures zu behalten. Als möglicher Käufer wird das japanische Unternehmen Matsushita Electric Industrial gehandelt. Das wurde von Philips bislang nicht bestätigt, man prüfe aber eine definitiv mögliche Veräußerung.

Außerdem sei als nächste Kostenoptimierung geplant, das Werk so schnell wie möglich nach China zu verschieben, verriet der koreanische CEO diese Woche der Presse.

Dass sich Philips vom klassischen IT-Business immer mehr verabschiedet, ist kein Geheimnis mehr. So gaben die Niederländer soeben die Akquisition von Health Watch Holdings Inc., einem US-Anbieter von Notruftechnik, bekannt. Für das Privatunternehmen wurden 100 Millionen Euro hingeblättert. Philips erhofft sich durch den Kauf rund 100.000 neue Kunden für den wachsenden Bereich Monitoring und Dienstleistung. (rm)

Bild: LG.Philips

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