BenQ-Manager wurden verhaftet

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Der taiwanesische Hersteller kommt nicht zur Ruhe. Jetzt wurden die Topmanager von den örtlichen Behörden vorübergehend in Gewahrsam genommen und verhört.

Im Zuge der Affäre um angeblichen Insiderhandel beim Elektonikkonzern BenQ wurden Konzenchef Kuen-yao Lee und Präsident Sheaffer Lee verhaftet, befragt und gegen eine Kaution von umgerechnet etwas mehr als einer halben Millionen Euro auf freien Fuß gesetzt. Sie dürfen das Land nicht verlassen.

Schon vergangenen Monat hatten Ermittler die BenQ-Zentrale durchsucht und bereits mehrere Top-Manager vernommen. Darunter war auch Finanzchef Eric Yu, der seitdem in Untersuchungshaft sitzt.

Der Verdacht der Ermittler: BenQ-Mitarbeiter verkauften zwischen Januar und März 2006 rund sieben Millionen Aktien ihres Unternehmens, kurz bevor man Mitte März schwere Verluste (über eine Milliarde Dollar) einräumen musste. Lee hatte letzten Monat schon angeboten, seinen Stuhl zu räumen und die Verantwortung für die Krise zu übernehmen. (rm)

Bild: BenQ

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