Cisco ändert Strategie und peilt Kleinunternehmer an

Netzwerke

Cisco will die Zahl der Partner verdoppeln und den Umsatz verdreifachen. Die hohen Erwartungen entspringen dem Glauben an die Kleinunternehmer – mit neuen Produkten will man selbst den winzigsten Kunden ansprechen.

Cisco rührte einst nur bei großen Unternehmen für seine Netzwerkprodukte die Werbetrommel, doch im vergangenen Jahr stürzte sich das Unternehmen auch auf den Consumermarkt. Die Lücke dazwischen scheint sich fast von selbst zu füllen: 17 Prozent des Cisco-Umsatzes stammen von kleinen und mittelständischen Firmen. Das Wachstum in diesem Bereich ging Cisco offenbar zu langsam. Eine neue Initiative bei Produktentwicklung und im Vertrieb soll nun auch die kleinen Firmenkunden ansprechen.

Die neue Produktlinie “Smart Business Communication” soll Unternehmen mit unter 50 Mitarbeitern ansprechen. Die Systeme seien leicht zu installieren und einfach auch remote zu verwalten. Eines der Produkte heißt “UC500” und ist ein VoIP-System für maximal acht IP-Telefone.

Man wolle zudem in den nächsten Jahren die Anzahl der Reseller für den KMU-Markt auf 10.000 verdoppeln und den Umsatz mit den kleineren Unternehmen von einer auf drei Milliarden Euro erhöhen, erklärte Ciscos Europa-Produktmarketingchef Nick Chrissos auf der Cisco Expo 2007. Ciscos 12 MByte große PDF-Präsentation erklärt mehr dazu.

Um den anvisierten Wachstumsschub zu erreichen, schraubt Cisco die Anforderungen an seine Händler herunter: zur Zertifizierung als qualifizierter KMU-Partner müssen die Händler weniger Mitarbeiter in Schulungen schicken als beim Umgang mit Großkunden. (mk)

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