Polizeibesuch bei Arctic Cooling in Hongkong

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Bei Arctic Cooling brachen Streitigkeiten zwischen dem CEO Magnus Huber, einem Mitgründer und anderen Managern aus. Sie waren offenbar nicht ohne Freunde und Helfer zu lösen.

Gestern morgen bekam das Hongkong-Büro von Arctic Cooling Besuch von den blauen Jungs. Theo Valich vom britischen INQ schlug sich bereits Nächte um die Ohren und versuchte Partner und Kunden von Arctic Cooling zu erreichen, um so viele Fakten wie möglich zu sammeln.

Der Hintergrund der ganzen Geschichte besteht offenbar darin, dass der CEO am letzten Tag des Monats März eine ganze Anzahl von Leuten feuerte und damit drohte, seinen Mitgründer durch die Polizei entfernen zu lassen. Das alles geschah wohl, nachdem der coole Arctic-Boss die Mehrheit der Firmenanteile an sich zu reißen vermochte.

Die Schweizer Firma war einst von zwei Klassenkameraden und Freunden gegründet worden. Doch letzte Woche war es aus mit der Freundschaft, und CEO Magnus Huber warf den Mitgründer der Firma sowie weitere Manager fristlos hinaus.

In der Schweiz hat die Firma eine 1-Mann-Zentrale. Das eigentliche Büro in Hongkong erzielt mit 14 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 20 Millionen US-Dollar jährlich.

Die Polizei besuchte das Büro in Hongkong gestern, weil der CEO dem gegenwärtigen Geschäftsführer den Zugang zum Büro verwehrte. Erst recht chaotisch wurde es, als sich herausstellte, dass der CEO ohne gültiges Arbeitsvisa in Hongkong tätig war, sondern nur über ein gewöhnliches Visa für Geschäftsbesuche verfügte. Es ist noch unklar, was weiter geschieht. Wir haben das Hongkong-Büro von Arctic Cooling in den letzten beiden Tagen nicht erreichen können.

Wir haben auch die zuständige Polizeidienststelle in Hongkong kontaktiert und warten auf eine offizielle Erklärung hinsichtlich dieser Situation.

Es herrscht reichlich Verwirrung innerhalb und außerhalb. Wir wissen, dass neue Produkte noch immer in der Vorbereitung sind. Die Zukunft der Firma ist derzeit jedoch ungewiss.

(Theo Valich/bk)

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