Lizenzgeber AACS LA greift Kopierschutzknacker an

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Mit einer schwarzen Liste will der AACS-Lizenzvergeber eventuellen Schwarzsehern das Leben schwer machen.

Nachdem vor wenigen Wochen bereits die ersten Meldungen zum geknackten Blu-ray- und HD-DVD-Kopierschutzverfahren AACS durch die Medien gingen, hat der Lizenzvergeber AACS LA reagiert. Die betroffenen Versionen der potenziell unsicheren Abspielsoftware WinDVD wurden auf eine schwarze Liste gesetzt.

Intervideos Software hatte den zum Abspielen benötigten AACS-Schlüssel ungeschützt im Hauptspeicher der Rechner abgelegt. Von dort konnte der Code ausgelesen und zum Dechiffrieren aller bisher erschienen Blu-ray- und HD-DVD-Filme genutzt werden.

Damit scheint vorerst Schluss zu sein: Kommende Veröffentlichungen auf den DVD-Nachfolgeformaten werden eine aktualisierte Liste mit AACS-Schlüsseln mitbringen. Diese blockieren die Wiedergabe der Discs mit den betroffenen WinDVD-Versionen. Intervideo bietet allerdings bereits ein Update an, das die Wiedergabe aller bereits veröffentlichten und kommenden Titel ermöglicht.

Außer WinDVD wurde bisher keine Abspiel-Software erwähnt. Damit scheint auch der Intervideo-Konkurrent Cyberlink mit PowerDVD aus dem Schneider zu sein. Zumindest sind noch keine Einschränkungen bekannt. (Timo Roll/mto)
Bild: 2007 JupiterImages Corporation

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