Dell kauft tonnenweise Grafikchips von AMD

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Die R6xx-Serie von AMD/ATI mag schwere Geburtsprobleme haben – dafür werden diese Babies auch bald millionenfach umgesetzt.

Das ist zur Abwechslung mal eine gute Nachricht für AMD, nachdem die finanziellen Prognosen zu korrigieren waren und ein weitgehender Umbau ansteht.

Der noch nicht offiziell eingeführte DX-10-Einstiegschip R(V)610 ist schon jetzt zum sich am schnellsten verkaufenden Grafikchip bis dato bestimmt. Die OEM-Hersteller sind ganz verrückt nach diesen Karten, da sie Vista-Tauglichkeit und Gaming bei einfachen Auflösungen zu einem absolut erschwinglichen Preis bieten – dank des Herstellungsverfahrens in 65 Nanometer bei TSMC.

Der größte Käufer ist niemand anders als die Firma in Round Rock, TX. Dell zog los und kaufte alle Chips, die zu bekommen waren. Dell möchte DirectX 10 querbeet einsetzen und benötigt WHQL-Treiber für die ganze Produktpalette. AMD hat seine WHQL-Treiber für R600/610/630 schon seit langem. Das bedeutet für die OEMs, dass sie mit ihren PCs problemlos ins “Drei-Plaketten”-Programm und damit an Geld Marketing-Incentives kommen.

Unseren Quellen zufolge wollte Dell praktisch alle 65-nm-GPUs, die AMD Anfang Mai – nach dem großen Tech Day in Tunesien – in die Welt schicken kann. Und das Scheckbuch lag bereit.

Der R(V)630 ist auch kein Durchhänger, und die Integration von Xilleons Technik zur Video-Verarbeitung in die GPU war ein geschickter Schachzug von AMD. Zahlreiche Hersteller von Unterhaltungselektronik setzen diesen Chip in ihren LCD- und Plasma-Fernsehern ein.

Mit Xilleon-Technik in den Desktop- und Notebook-Produkten sind reichlich Crossover-Geräte mit genau diesen Grafikchips zu erwarten. Bis Ende 2007 könnte AMD über 100 Millionen 65-nm-GPUs ausliefern, obwohl das eine sehr optimistische Vorhersage ist.

(Von Theo Valich/bk)

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