10-Dollar-Handys für Entwicklungsländer

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Der Verkauf eines Handys für nur zehn Dollar ist das Ziel der CIRTIS-Initiative der Universität Berkley. Ähnlich wie die 100-Dollar-Laptops des Projektes One Laptop per Child (OLPC) sollen die Billig-Handys an Menschen in Entwicklungsländern verkauft werden.

Dem Nachrichtenportal DigiTimes zufolge konnte die Initiative einige taiwanesische Elektronikhersteller für die Idee gewinnen.

Bereits 2005 hat der Chipkonzern Infineon die Ultra-Low-Cost-Plattform vorgestellt, mithilfe derer die Produktionskosten von Handys auf 20 Dollar gedrückt werden konnten. “Kurz darauf ist es gelungen, die ULC-Plattform weiter zu verbessern und den Preis auf 16 Dollar zu reduzieren”, so Infineon-Sprecher Reiner Schönrock. Die Entwicklung basiert auf einem Konzept, das die Anzahl der benötigten Bauteile reduziert.

Die günstige Produktion gehe jedoch nicht zu Lasten der Qualität. Vielmehr stelle sich die Frage, welche Funktionen die Mobiltelefone bieten sollen. In den 16 Dollar sind alle Bauteile und Komponenten enthalten, die ein Hersteller benötigt, um das Gerät auszuliefern. “Das inkludiert das fertige Gerät selbst, ein Netzteil, Akku, Handbuch und Verpackung”, erklärt Schönrock. Infineon arbeitet inzwischen mit einigen Handy-Herstellern zusammen, die Geräte auf Basis der ULC-Plattform produzieren. Ein großer Partner ist Nokia. “Der Markt beginnt gerade sich zu entwickeln. Allein 2007 werden etwa 100 Millionen Geräte in diesem untersten Segment verkauft”, so Schönrock.

Die CIRTIS-Initiative geht noch einen Schritt weiter und soll noch billiger als die ULC-Handys auf Basis der Infineon-Technologie werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Materialkosten in den nächsten zwei Jahren auf fünf Dollar gedrückt werden. Die Beteiligten vermuten, dass etwa 500 Millionen Einheiten des Billig-Mobiltelefons abgesetzt werden können. (bwi)

Bild: Wikimedia Commons

Autor: BrittaW
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