MessageLabs: Spam-Welle rollt wieder

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Laut einer aktuellen Studie von MessageLabs wurde im ersten Quartal 2007 die höchste Spam-Quote seit zwei Jahren erreicht.

Spam gehört mittlerweile fast schon zum Alltag jedes E-Mail-Nutzers. Dennoch hat MessageLabs in seinem “Intelligence Report” eine neue Spamwelle ausgemacht: Insgesamt hatten Spam-Nachrichten einen durchschnittlichen Anteil von 76,3 Prozent am gesamten E-Mail-Verkehr des ersten Quartals 2007.

Dies treffe insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, die rund doppelt so viele unnütze E-Mails erhalten, wie Großunternehmen. MessageLabs führt das vor allem auf unzureichende Schutzmaßnahmen der kleineren Firmen zurück. Dort können Spam-Mails schnell zu einem tatsächlichen Problem werden, wenn Server überlastet sind, ehe effektive Gegenmaßen ergriffen werden.

Parallel dazu sieht MessageLabs eine Zunahme der Viren- und Botnet-Aktivitäten, obwohl im ersten Jahresquartal nur eine von rund 126 E-Mails einen Virus oder Trojaner im Gepäck hatte. Trotz der sinkenden Quoten sei die Gefahr durch verseuchte E-Mails nicht gebannt: Malware-Programmierer würden lediglich immer raffiniertere und gezieltere Attacken und Methoden anwenden, um ihre Schadsoftware zu verbreiten.

Im Ranking der Länder mit der höchsten Spam-Belastung landet Israel auf dem ersten Platz, was auf die Aktivitäten mehrerer bekannter Spammer in dieser Region zurückzuführen ist. Auch Hongkong und dessen “.hk”-Domains entwickeln sich rasend zu einem beliebten Tummelplatz für Spam-Websites und Phising-Homepages. Auf den weiteren Plätzen folgen die USA, Irland und Deutschland. Am niedrigsten schwappt die Spamwelle derzeit in Spanien und Japan. (Timo Roll/mr)

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