Zeta: Der BeOS-Nachfolger ist am Ende

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Schon längerer Zeit segelte das auf BeOS basierende Betriebssystem Zeta in unruhigen Gewässern. Doch nun ist Zeta endgültig auf Grund gelaufen. Der Distributor Magnussoft hat die Finanzierung der weiteren Entwicklung von Zeta eingestellt.

Magnussoft hat den Vertrieb von Zeta nach dem Konkurs des ursprünglichen Herstellers yellowTAB im letzten Jahr übernommen. Bernd Korz, der Vater von Zeta, hat in seinem Blog betätigt, dass Zeta nicht weiter entwickelt wird. Er will aber prüfen, ob Teile des Quellcodes als Open-Source veröffentlich werden oder in Haiku einfließen können. Haiku ist ein von Grund auf neu programmierter BeOS-Klon, der auch quelloffen entwickelt wird.
Welche Teile von Zeta tatsächlich geöffnet werden können, ist aber unsicher. Denn eigentlich hat Palm Ende 2001 das “geistige Eigentum” von BeOS nach der Pleite von Be übernommen und dann Teile an yellowTAB lizenziert. BeOS selbst wurde Mitte der 90er Jahre von einem Team unter Leitung des ehemaligen Apple-Entwicklungschefs Jean-Louis Gassée geschaffen und sogar eine Zeitlang als Nachfolger für das betagte MacOS gehandelt – bevor Steve Jobs wieder auf der Bildfläche erschienen ist. Bernd Korz stammt übrigens nicht aus der ursprünglichen Be-Mannschaft, sondern war als reiner BeOS-Fan in der deutschen BeOS-User-Group DeBUG aktiv und hatte sogar die Zeitschrift InsideBeOS herausgegeben. (kla)