Welle von Identitätsdiebstählen schwappt durch USA

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Das US-Internet scheint in einer Malware-Schwemme zu ertrinken. Allein in den ersten zehn Wochen des Jahres registrierten die Branchenbeobachter von Cyveillance mehr als eine Million gestohlener Sozialversicherungsnummern.

Die zwei größten Treiber des Negativ-Trends – Phishing- und Malware-Attacken – legten dramatische Steigerungsraten von 50 und 200 Prozent hin, berichtet die Informationweek. “Wie unsere Untersuchung zeigt, steigt die Breite und Tiefe bei den Online-Risiken an. Angriffsmethoden und -taktiken werden verfeinert”, warnt Cyveillance-Chef Panos Anastassiadis.
Anfang des Jahres wurden bereits 400 neue Phishing-Fälle publik. Laut Gartner-Zahlen waren innerhalb der vergangenen zwölf Monate rund 15 Millionen Amerikaner von Phishing betroffen. Die Summe des dabei ergaunerten Geldes dürfte sich mehr als verdoppelt haben.
Die Zahl der Malware-Attacken nahm laut Berechnungen von Cyveillance in diesem Jahr schon um gut das Dreifache zu. Über eine Million US-Webseiten sollen in irgendeiner Form tückischen Code enthalten. Dabei beschleunigt sich die Verbreitung der infizierten Seiten enorm: Statt täglich etwa 20.000 neuer Infizierungen (Dezember) sind es im Februar bereits 60.000. An besonders “guten” Tagen sollen um die 140.000 Malware-Sites hinzukommen.
Mit den alarmierenden Zahlen widerspricht die Cyveillance-Studie allerdings einer ähnlichen Untersuchung der Marktbeobachter von Javelin Strategy & Research, die zumindest für 2006 einen Rückgang bei den Datendiebstählen attestieren. Demnach waren im vergangenen Jahr “nur” 8,4 Millionen erwachsene US-Bürger Opfer eines solchen Datendiebstahls, 1,7 Millionen weniger als 2005. (rm)

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