Verschwörungstheorie: Google manipuliert die Welt

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Am Freitag erzürnte sich der Ausschuss für Wissenschaft und Technik im US-Repräsentantenhaus über Google Maps: Man betreibe Geschichtklitterung und verheimliche das Ausmaß einiger Hurricans durch absichtliches Einstellen “schöner” Satellitenbillder älteren Datums.

Ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses rügte Google. CEO Eric Schmidt solle bitte eine schriftliche Erklärung dazu abgeben. Die Satellitenbilder in Google Maps seien absichtlich durch Bilder älteren Datums ersetzt worden, die Zerstörungen durch den Hurrican Katrina sehe man jetzt nicht mehr. – das sei eine große Ungerechtigkeit für die Opfer.

Die Verschwörungstheorien, Google wolle den Eindruck erwecken, die Wiederaufbauarbeiten in New Orleans gingen schneller vonstatten als in Wirklichkeit, halten sich hartnäckig – und das, obwohl Google am Wochenende heimlich still und leise neue Satellitenbilder ins System stellte.

Die Verschwörungstheoretiker fordern Schmidt dazu auf, mitzuteilen, ob möglicherweise Bundesbehörden die Suchmaschine aufforderten, ältere “verheerungsfreie” Bilder einzuspielen. Im Gegenzug tun sich schon wieder andere Verschwörungstheorien auf: Die Kritiker seien von Yahoo angeheuert. Schwer zu verstehen: In den Yahoo Maps finden sich noch wesentlich ältere Fotos des Landstrichs. (mk)

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