Große Enttäuschung: Dresden verliert AMD

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Keine Panik! Es geht nicht um die vorhandenen Chip-Fabriken, sondern nur um das geplante neue AMD-Halbleiterwerk. Das wird der US-Bundesstaat New York erhalten, da er eine Beihilfe von einer Milliarde Dollar (etwa 750 Millionen Euro) in die Waagschale wirft. Da kann Dresden mit seiner maximal zulässigen EU-Beihilfe von 280 Millionen Euro nicht mithalten.

Im Wettrennen um die 3,2 Milliarden Investition des US-Halbleiterherstellers Advanced Micro Devices haben die Sachsen leider das Nachsehen. Aber der Dresdner AMD-Statthalter Dirk Hilbert zeigte sich in einem US-Interview zuversichtlich, dass sein Standort zukünftig trotzdem weiter ausgebaut werde.
Über die knauserige EU-Beihilferegelung regte sich bei diesem Anlass der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt auf: “Europa muss zu einer Industriepolitik finden, die moderne Schlüsseltechnologien im globalen Wettbewerb fördert. Sonst gehen uns solche Großinvestitionen durch die Lappen”, schimpfte der Politiker.
Derzeit baut AMD in Dresden sein drittes Werk. Rund um Dresden, dem “Silicon Saxony”, produzieren 200 Unternehmen mit 22.000 Mitarbeitern Halbleiter für etwa 3 Milliarden Euro im Jahr. (rm)

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