Behörde fährt der Telekom in die Parade

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News_Netztarife.jpgDas war ein klassisches Eigentor, dabei hatte es sich der Bonner Konzern doch so schön ausgedacht: Mit kunstvoller Begründung hatte die Telekom eine Erhöhung der Tarife für die Teilnehmeranschlussleitung (sprich Festnetztelefon) beantragt. Und da schießen die Berliner Aufsichtsbeamten doch volley zurück und senken statt dessen die Gebühr.

Eine Nachricht, die den Verbrauchern und vor allem den anderen Telekommunikationsfirmen das Wochenende versüßen dürfte: Die Bundesnetzagentur entschied noch am Freitag, den so genannten TAL-Tarif auf 10,50 Euro zu senken. Die Deutsche Telekom AG bekommt bei der Vermietung von Telefonanschlüssen an Wettbewerber damit künftig weniger Geld in die Kasse, wollte aber eigentlich auf 12,03 Euro steigern.
Begründung des Bonner Konzerns: Einzelne wichtige Kostenkomponenten seien gestiegen, der kalkulatorische Zinssatz und der Kupferpreis ebenfalls. Dem hält Matthias Kurth (Bild), Präsident der Bundesnetzagentur, stoisch entgegen, dass diese Steigerungen überkompensiert würden durch bessere Effizienz bei den Gemeinkosten oder durch wachsende Synergien bei der Leitungsverlegung. Und da sage noch jemand, Behörden könnten nicht nützlich oder bürgerfreundlich sein. (rm)

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