Video-Telefone einen kleinen Schritt weiter
Kein Anschluss unter dieser Nummer – Probleme mit der Videotelephonie

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Immer wieder wurde der Erfolg der Videotelephonie durch diverse Probleme verzögert. Zumindest eines davon ist gelöst.

Kein DNS-System für Videotelefone?

Video-Telefone einen kleinen Schritt weiter

Videotelefone scheinen immer kurz vor dem Durchbruch zu stehen, wenn wieder ein neues Problem auftaucht: Schlechte Qualität, unzureichende Bandbreite, Kosten, Firewalls, Network Address Translation (NAT), Anrufe vorausplanen zu müssen, und so weiter…

Vorige Woche bin ich auf ein weiteres gestoßen: Ein eifriger Nutzer, der taub ist und das Videotelefon für die Zeichensprache verwendete, wollte seinen Internet Service Provider wechseln und stellte fest, dass er seine IP-Adresse nicht mitnehmen konnte. Seine Freunde konnten ihn nicht mehr erreichen.

Das System sollte nie so funktionieren. Man kann die IP Adresse seines Gesprächspartners in das Videotelefon eingeben, aber man sollte doch besser einen Text eingeben können, der danach erst an eine IP-Adresse übersetzt wird. Es müsste also so ähnlich funktionieren wie die Webbrowser.


Das Problem, ein Videotelefon zu erreichen

Video-Telefone einen kleinen Schritt weiter

Es gibt schon verschiedene dieser Lookup-Systeme, die das Domain Name System als Mechanismus verwenden. Der String, der eingegeben wird, ist der Uniform Resource Identifier (URI), der eine verblüffende Formenvielfalt annehmen kann. Man kann URIs verwenden, die auf Domänennamen, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern und wahrscheinlich noch ein paar anderen Möglichkeiten beruhen. Diese müssen in das DNS eingegeben werden, bevor sie verwendet werden können. Leute oder Firmen mit ihren eigenen Domain-Namen sollten in der Lage sein, dies über DNS-Eingaben zu bewerkstelligen, aber für alle anderen sind wahrscheinlich die Internet-Provider zuständig.

Die DNS kann Informationen über das Ziel-Videotelefon zurücksenden oder es kann als eine Art Remote Gatekeeper fungieren – das Gerät, das eine Gruppe von Videotelefonen kontrolliert. In jedem Fall sollte das anrufende Videotelefon in der Lage sein, die Verbindung herzustellen. Aber was ist, wenn man jemanden in einer großen Firma anrufen möchte? Der Gesprächspartner hat vielleicht eine private IP-Adresse und keine öffentliche – also kann man keine Verbindung herstellen. Das ist ähnlich, wie über die Vermittlung gehen zu müssen und nicht direkt anrufen zu können.


Was ist das nächste Problem?

Video-Telefone einen kleinen Schritt weiter

Die Firma Tandberg hat kürzlich ein Produkt mit dem Namen Entrypoint angekündigt, das Videogespräche, die in einer Firma ankommen, abfängt. Der Anrufer sieht einen Bildschirm mit einer Reihe von Menü-Optionen, zum Beispiel die Mitarbeiter mit Videotelefonen, den Empfang, den Kundendienst oder Videokonserven; er sucht sich sein Ziel aus und ist verbunden. Diese saubere Lösung erlaubt es, Videoanrufe zu Großunternehmen durchzuführen ohne vorher anzurufen oder eine E-Mail zu schicken.

Damit haben wir ein weiteres Problem der Videotelefonie zu Grabe getragen.

Aber die Krux mit den IP-Adressen haben wir immer noch. Wenn Videotelefone und Videotelefon-Anwendungen auf PCs weitere Verbreitung finden, werden die ISPs bei der Konfigurierung der entsprechenden DNS-Einträge für Video helfen müssen.

Das wäre doch die Geschäftsidee für Drittanbieter, Gatekeeper und spezielle DNS-Dienste anzubieten, wenn sich die Intenet Provider darum drücken wollen. Die Verbindung zu einem Drittpartner könnte auch das Firewall/NAT-Problem lösen.

Aber was wird wohl als nächstes Problem kommen?