Software-Fehler: Australische Mobilfunker können andere Gespräche abhören

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Telekommunikationsfirma Optus hat ein Softwareproblem in seinem Netzwerk zu bekämpfen: Pre-Paid-Kunden, deren Budget für eigene Telefonate ausgelaufen ist, lauschten plötzlich anderswo mit statt ihre Telefonminuten aufzurüsten.

Australier, die bei anderen Optus-Kunden mithören wollten, hatten es leicht, dies zu tun: Sie brauchten nur ihre Gsprächsminuten aufzubrauchen und dann die Service-Nummer des Telekom-Konzerns anzurufen. Statt die Minuten wieder aufzuladen, leitete das System sie in das nächste freie Gespräch weiter, an dem sie – nur zuhörend – “teilnehmen” konnten.

Der Fehler, berichtet der Sydney Morning Herald, schien zunächst auf den Pre-Paid-Mobilfunk begrenzt zu sein, doch mehr und mehr Nutzer des Breitband-Festnetzdienstes bei Optus klagen über identische Probleme.

Die Zeitung beruft sich auf zahlreiche Beschwerden von Nutzern, die in den Redaktionsräumen ankamen – und auf noch viel mehr Einträge in den Kunden-Supportforen des Telekommunikationshauses. Demnach seien sogar einige Festnetzkunden informiert worden, sie hätten Nachrichten in ihrer Mailbox – sie bekamen die Nachrichtenboxen von anderen Nutzern zu hören, ihre eigenen waren verschwunden.

Eine Optus-Sprecherin teilte dem Blatt mit, man werde die Sache erforschen und sich mit weiteren Informationen melden. Es seien aber nur die Nutzer eines einzigen Telefonherstellers betroffen; dessen Name wollte die Dame den australischen Journalisten aber partout nicht nennen. (mk)

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