MySpace verklagt den Spam-König

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Das Sozialnetzwerk zerrt Sanford Wallace vor Gericht. Vorwurf: Er habe sich unerlaubterweise Zugang zu den User-Profilen des Webservices verschafft.

Wallace ist auch unter dem Namen “Spam King” bekannt und warb in den 90er-Jahren damit, mehr als 30 Millionen Werbemails pro Tag an Internetnutzer zu verschicken. Auch die MySpace-User habe er ausspioniert und dann mit Werbespam überzogen.

Die Klage macht einen Schadensersatz in Millionenhöhe geltend.
Verfahren hatte es schon fürher seitens AOL, Earthlink und der amerikanischen Handelsbehörde FTC gegeben. Die resultierenden Geldbußen hatten dem King of Spam sein angestammtes Geschäft vermasselt.

Doch der Web-2.0-Sog lockte ihn zurück auf die Internet-Bühne. Mit einem automatisierten System soll er jüngst 11.000 gefälschte MySpace-Mitgliederprofile angelegt, 300.000 MySpace-Konten “entführt” und mindestens 890.000 nicht löschbare Werbe-Kommentare in anderen Benutzerprofilen hinterlassen haben. Die Hinweise versuchten, das meist jugendliche Publikum z.B. auf Erotikseiten zu locken. (rm)

Autor: BrittaW
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