Deutsche MP3-Entwickler in der “Hall of Fame” der “Consumer Electronics Associaton”

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Die Wissenschafter Dieter Seitzer, Heinz Gerhäuser und Karlheinz Brandenburg werden in die “CE Hall of Fame” der amerikanischen Consumer Electronics Association (CEA) aufgenommen.

Die Entwicklung und Verbreitung des MP3- Formats hat die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen in Erlangen wohl zu den im Verhältnis zum Erfolg unterbezahltesten Top-Entwicklern der Unterhaltungselektronik gemacht. Ruhm und Ehre gibt es dennoch: Voraussichtlich im Oktber soll den Forschen in San Diego der Preis übergeben werden, berichtet das Institut mit stolzgeschwellter Brust.

Die CEA erklärt, Seitzer, Gerhäuser und Brandenburg hätten es durch ihre bahnbrechenden Arbeiten erst möglich gemacht, “tausende Lieder auf einem kleinen mobilen Abspielgerät zu speichern.”. Die Grundlagen zu MP3 legte de jetzt 73-jährige Seitzer schon Ende der siebziger Jahre mit seiner Idee, Audiodaten zu komprimieren und Musik über Telefonleitungen zu übertragen. Gerhäuser (60) und Brandenburg (52) hatten dies zum MP3-Datenformat weiterenwickelt und waren auch an anderen Audiocodierverfahren beteiligt. Eine komplette Geschichte des MP3-Formates haben die stolzen “Fraunhoferaner” auf mp3geschichte.de veröffentlicht.

Der Verband CEA vertritt rund 2000 Unternehmen der Kommunikations- und Elektronikbranche und zeichnet seit dem Jahr 2000 jährlich Pioniere der Unterhaltungselektronik aus. (mk)

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