Phishing: “Die Bildungseinrichtungen versagen”

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Sich auf die Aufklärung und die staatlichen Bildungsinstitute zu verlassen, um Phishing zu stoppen bzw. alle Nutzer zu sensibilisieren, sei nicht genug. Das wurde gestern auf einer europäischen Sicherheitskonferenz deutlich.

Den Computernutzern konnte einfach noch nicht beigebracht werden, nicht auf Phishing-Attacken hereinzufallen, glaubt Joseph Sullivan, Rechtsbeistand des Bezahlservices PayPal. Er ergriff gestern das Wort auf dem e-Crime-Kongress in London.
“Phishing zielt vor allem auf die klassischen Web-Nutzer, die Konsumenten, ab. Da die Attacken cleverer und ausgefeilter geworden sind, reicht simple Aufklärung der Verbraucher nicht mehr”, warnt Sullivan, der persönlich seit fünf Jahren gegen das Phänomen ankämpfe, ohne eine Verbesserung der Situation beobachten zu können. Im Gegenteil, trotz seines Know-Hows erwischte es im vorigen Jahr seinen eigenen Vater.
“Wir müssen die Surfer nach Zielgruppen und Altersstufen unterschiedlich aufklären”, forderte Symantecs Europa-Direktor William Beer. Er glaubt nicht, dass besonders viele Online-User zwischen echten und gefaketen Webseiten unterscheiden können.
“Wir sollten die Kunden allerdings nicht zu Tode erschrecken, sondern sie behutsam aufklären”, appellierte Bill Hughes, Generaldirektor der britischen “Serious Organised Crime Agency“.
(Iain Thomson/rm)

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