Zweitklassige Umsätze in Second Life?

CloudDeveloperFinanzmarktIT-ProjekteNetzwerkeServerSicherheitSoftwareUnternehmen

Der Begründer der so beliebten Onlinewelt gab am Wochenende zu, dass die Zahlen hinter der Glitzerfassade gar nicht so sehr strahlen.

Beinahe täglich überschlagen sich die traditionellen Medien über die tolle virtuelle Scheinwelt von Second Life und berichten über all die bekannten Marken, die zum Geldverdienen einsteigen.

Philip Rosedale, Vorstandschef der Betreiberfirma Linden Lab, gab am Wochenende zu, dass die Einschätzung von Marktkennern, die tatsächlichen SL-Umsätze in 2006 hätten unter 10 Millionen Euro gelegen, “vernünftig” sei. Investiert wurden in den Betrieb des Quasi-Rollenspiels bislang rund 20 Millionen Dollar Wagniskapital.

Auch, dass die angeblich 4 Millionen Nutzer von Second Life bei den Besuchen von Medienvertretern nie als Masse in Erscheinung treten, klärte Rosedale – wenn auch zögerlich – auf: Er gab zu, dass “nur rund 10 Prozent der angemeldeten Mitglieder die Seite auch regelmäßig nutzen”. Und das natürlich nicht rund um die Uhr.

Und warum ist das so? “Das Navigieren ist umständlich, und die Sachen sind oft nicht einfach zu finden. Allein sich ein Paar Schuhe anzuziehen ist schwieriger, als es sein sollte”, offenbart der Chef im Interview der FAZ am Sonntag.

Linden Lab gelobt Besserung: Mehr Server, mehr Mitarbeiter und besseres Seiten-Design sollen den sichtbaren Durchbruch bringen. Das Ziel: größer als MySpace zu werden und in fünf Jahren “mehr als die Hälfte aller Online-Menschen” mit einer Zweit-SL-Identität zu versorgen. (rm)

Bild: Linden Lab

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen