Digitaler Fortschritt: Online-Falke verscheucht die Ratten der Lüfte

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Liebestolles Gegurre oder Tonnen von ätzendem Taubendreck können lästig sein. Da hilft nur der natürliche Feind der Taube, der Falke. Doch den haben wir so ziemlich aus unseren Städten vertrieben. Per PC, Handy oder Laptop können wir ihn aber wieder aktivieren, als digitales Ebenbild “Robop” der gleichnamigen Firma.

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Wer genug Geld hat, einen richtigen Roboter-Vogel zu kaufen, kann damit Tauben von seinem Gebäude, Balkon oder Garten fernhalten. Gesteuert wird der Elektrofalke per Internet-Protokoll. Er sieht aus wie ein Wanderfalke und bewegt sich auch so – am Boden, denn autonomes Fliegen wäre wohl (noch) etwas viel verlangt.
Die aufgezeichneten Schreie des nachgebauten Raubvogels lassen sich per Fernsteuerung auslösen.
Damit alles echt wirkt und die Tauben in Angst und Schrecken versetzt werden, haben die Hersteller künstliche Intelligenz und ein paar Tricks eingebaut. Robop schlägt mit den Flügeln wie sein Real-Vorbild, verschiedene gespeicherte Bewegungsmuster lassen sich per Fernsteuerung aufrufen – in der Attrappe ist ein Nokia-Smartphone enthalten und wettergeschützt verstaut. Es empfängt auch Befehle für Bewegungen und Sounds – gesteuert wird per Handy, PC oder Notebook. Ohne Fernsteuerung kann der Raubvogel auf ein paar gespeicherte Bewegungsmuster zugreifen.
Der Akku des schrägen Jägers soll ihn bis zu zwei Wochen in Bewegung halten Ob die Attrappe langfristig hilft, ist aber umstritten – auch an Vogelscheuchen haben sich die Tiere schließlich gewöhnt. Jene sind allerdings meist starr und still.
Verkauft wird der Vogel wie ein Auto: Eine Standard-Ausstattung erledigt die gewöhnlichen Abschreckungsarbeiten für rund 2750 Euro. Extras wie Dreharm und Halterung kosten zusätzlich. Meist wird ein gesamter Fuhrpark verkauft: Die typische Rundum-Installation (für den Herrensitz?) arbeitet angeblich mit zwei Robop-Vögeln und sechs Halterungen. (mk/rm)

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