Rotlichtbezirk im Speichermedium

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Die Technik HD-VMD arbeitet mit roten Lasern statt den teuren blauen wie in HD-DVD und Blu-ray. Die Rotlicht-Erfindung aus England startet im März in Frankreich, später in anderen Ländern.

HD-VMD soll die preiswerte Alternative zu HD-DV und Blu-ray sein, dachte sich die britische Entwicklerschmiede New Medium Enterprises (NME). Ein Abspielgerät für die “HD Versatile Multilayer Disc“, einem weiteren Abkömmling der DVD, ist bereits in Frankreich erhältlich und kommt bald nach Deutschland.

Insgesamt sollen Laufwerks-Elektronik und HD-VMD-Medien weitaus weniger kosten als die Blaulaser-Technik. Die speichernden Rotlichtbezirke sollen sich zudem unproblematischer produzieren lassen – mit herkömmlichen DVD-Produktionslinien.

Das Format erlaubt wie die Blaulaser-Techniken mehr als zwei übereinander liegende Datenschichten. Der Hersteller will die bisher erhältliche Vier-Layer-Technik (20 GByte) in Kürze auf acht (40 GByte) und später auf 20 Layer (100 GByte) pressen. Mehr als 48 GByte habe man bisher nicht erreicht, erklären die britischen Erfinder, doch man sei zuversichtlich, dies bald zu schaffen.

Filme auf HD-VMD-Medien lassen sich in den bekannten Codecs speichern (MPEG1, 2, 4 sowie XviD, DivX, H.264 und Mirosofts VC-1) und mit MP3- oder WMA-Sounds verbinden. Selbst die Interaktionsfunktionen sollen weitgehend identisch zu herkömmlichen DVDs funktionieren.

Die Firma MCA Technology erkennt ein Marktpotential und will Technik, Player und Medien zunächst in Frankreich, später in anderen Ländern vertreiben. Der jetzt erhältliche Player mitsamt fünf hochauflösenden Filmen kostet 299 Euro.

Die Entwickler wollen sich nun bemühen, Hollywood auch von der Unterstützung der Rotlichtscheiben zu überzeugen. Bislang sind VMD-Medien vor allem von Independent-Filmern in Ländern wie Japan, China, Skandinavien oder Brasilien zugesagt. (mk)

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