Von Hasen und Igeln

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Da hatte man sich bei AMD so gefreut: Mit dem neuen AMD 690 glaubte man endlich einen Chipsatz mit integrierter Grafik im Programm zu haben, der fähig ist, die Konkurrenz von Intel und Nvidia auf die Plätze zu verweisen.Denn richtig Geld wird nicht mit den High-End-Chipsäten mit Crossfire, SLI oder sonstwas verdient, sondern mit den langweiligen Chipsätzen für Büroknechte und Wohnzimmer-PCs.
Aber irgendwie geht es AMD wie dem Hasen im Märchen. Kaum kommt man ans Ziel gehechelt, da steht schon der Igel inter der Ziellinie und ruft: »Ich bin schon da«. Der Igel trägt in unserer Geschichte den Namen Bearlake, der Codename für die brandneuen Intel-Chipsätze.

Platinen mit den neuen neuen Intel-Bausteinen hängen bei praktisch allen Mainboardschmieden an den Wänden. Und Intel hat gleich einen ganzen Stall voll neuer Chipsätze für jeden Geschmack parat: G33 mit integrierter DX9-Grafik, P35 ohne Grafikeinheit, der G35 kommt mit DX10-Grafik und für Gamer den X38. Daneben noch Q33 und Q35 für vPro-Büro-PCs. Neu an den ganzen Chipsätzen ist vor allem die DDR3-Unterstützung. Das wichtigste Merkmal des neuen Speichertyps sind die höheren Datenraten. Zwar fängt der neue Speicher auch mit DDR3-800 an, geplant sind aber Module mit einem effektiven Takt von bis zu 1600 MHz und einer Datenrate von bis zu 25,6 GByte/s. Zudem besitzen die neuen Speicher einen auf acht Bit verdoppelten Prefetch-Buffer, können also mehr Daten auf Vorrat laden. Diese Verbesserungen wiegen den Nachteil der höheren CAS-Latency leicht auf. Der größte Vorteil der DDR3-Speicher ist aber die im Vergleich zu DDR2 um etwa 40 Prozent niedrigere Leistungsaufnahme – und Energiesparen liegt schließlich voll im Trend. (KLA)