Microsoft-Evangelist ballert gegen Microsoft

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Robert Scoble kämpfte drei lange Jahre in seinem Blog für Microsoft. Er wurde von Microsoft bezahlt, um aus der inneren Borgsphäre zu berichten. Jetzt hat er die Faxen dicke.

Den Rest gaben ihm vermutlich die letzten dummdreisten Sprüche seines früheren Dienstherrn. Steve Ballmer ballmerte nämlich letzte Woche gegen den ungeliebten Konkurrenten Google, der hätte eine völlig “verrückte” Geschäftsstrategie. Und das kam von einem Borginator, der gerne schwitzende Veitstänze auf einer Bühne hinlegt und dabei “Developers! Developers! Developers!” kreischt.

Microsoft hatte wiederholt getönt, es werde mit seiner Suchmaschine und anderen Bereichen der “Windows Live”-Strategie gewinnen.

“Diese Worte sind hohl”, antwortete Scoble. “Was Microsoft insgesamt mit dem Internet macht, ist daneben. Die Suche ist daneben. Die Werbung ist daneben. Wenn sie meinen, damit gewinnen zu können, dann kann ich das nicht nachvollziehen.”

Verloren gibt er seinen früheren Arbeitgeber damit noch nicht: “Microsoft wird nicht verschwinden. Da sollte man mich jetzt nicht falsch verstehen. Sie fahren Rekordgewinne ein, machen Rekordumsätze und so weiter. Aber das, was sie im Internet machen? Vergessen wir’s.”

Ballmers Google-Schmähung findet er nicht weniger daneben:

” Ihr habt es mit einem respektablen Wettbewerber zu tun. Und noch dazu mit einem, wie ihr ihn noch nie erlebt habt. Er verfügt über echte, wirksame Waffen, und ihr habt ihnen nichts entgegen zu setzen.”

(Nick Farrell/bk)

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