CeBIT: Flüssigkühler ohne Pumpe von Noiselimit

Allgemein

Der Kühler für Intel- und AMD-Prozessoren arbeitet im Prinzip wie ein Kaffee-Perkolator. Es ist ein geschlossenes flüssiges Kühlsystem, das ohne eine geräuschvolle und mechanisch anfällige Pumpe auskommt.

Das Kühlmittel R-134a erhitzt sich bis zum Siedepunkt und beginnt zu sprudeln. Die Röhren sind so eingerichtet, dass die Flüssigkeit dadurch nach oben gezwungen wird. Sie kommt in die Gegend der Lüfterflügel, wird abgekühlt und fließt wieder nach unten.

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Die auffällig asymmetrische Konstruktion lässt die Flüssigkeit im richtigen Weg fließen. Es gibt einen kleinen Lüfter mit geringer Geschwindigkeit, der die Geräuschentwicklung unter 30 dB hält, und auch eine passive Version. Die ganze Einheit ist versiegelt, hat keine beweglichen Teile, und wiegt ohne Lüfter 220 Gramm.

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Es funktioniert in vertikaler oder horizontaler Orientierung, umdrehen darf man es allerdings nicht. Ein einzelner Kühler führt 130 W ab, genug für jede übliche CPU auf dem Markt. Es wird Halterungen für Prozessoren von AMD und Intel geben. Sie bekommen den gleichen Kühler, aber verschiedenes Drumherum für die Befestigung auf dem Motherboard.

Es gibt eine Version für OEM-Hersteller, die von Noiselimit selbst angeboten wird. Akasa wird das Produkt im Handel anbieten für einen empfohlenen Verkaufspreis von 50 – 60 $. Die Varianten für den Einzelhandel werden noch ein wenig verschönert werden, damit sie den Käufer auch optisch besser ansprechen.

Das hat etwas für sich, eine relativ leichte, nicht so furchtbar teure, absolut passive Kühlung, die so viel Wärme abzuleiten vermag. Die Technologie ist neu, und hoffentlich sehen wir bald weitere Konfigurationen davon.

(Von Charlie Demerjian in Hannover/bk)

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