Cebit 2007: RFID ähnlich erfolgreich wie Handy und Internet

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Derzeit ist Europa bei der RFID-Forschung und Entwicklung führend. Diesen Vorsprung will auch die EU-Kommission nicht gefährden und ist daher gegen eine Regulierung.

Ein winziger Computerchip mit Antenne wird in ein Etikett oder eine Plastikkarte integriert. Auf dem Chip ist ein Nummerncode gespeichert. Damit werden Informationen verschlüsselt, die in einer Datenbank hinterlegt sind. So enthält jeder Gegenstand eine unverwechselbare Identität und kann zu jeder Zeit gefunden werden. Die Erwartungen an die neuen Funktechnologie sind hoch. “Sie wird eine ähnliche Erfolgsstory werden wie das Handy oder das Internet und unser privates wie berufliches Leben enorm verändern”, meint Heinz Paul Bonn, Vizepräsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM).

In Europa soll der Markt für RFID-Technologie von heute 500 Millionen Euro auf sieben Milliarden Euro im Jahr 2016 wachsen.
Immer mehr Branchen setzen auf RFID. Derzeit prüft nach der Automobil- die Pharmabranche verstärkt den Einsatz von RFID. Sie hofft, dass mit den Chips die Gefahr einer Verwechslung von Medikamenten oder Blutkonserven verringert wird.

Den europäischen Vorsprung bei der RFID-Entwicklung will die EU-Kommission nicht gefährden. Obschon Verbraucherschützer befürchten, dass mit RFID dem Datenmissbrauch Tür und Tor geöffnet sind, hat sich die Kommission gegen eine Regulierung ausgesprochen.

“Ich finde, wir sollten den Bereich unter- statt überregulieren, damit die Branche abheben kann”, sagte die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding auf der diesjährigen Cebit. Alle Beteiligten sollen gemeinsam über Sicherheitsthemen und einheitliche Standards beraten. 2008 will man dann prüfen, ob doch noch rechtliche Schritte erforderlich sind. (bwi)

Bild: Photodisc.com

Autor: BrittaW
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