CeBIT: Alle R6xx-Chips von ATI gehen auf 65 Nanometer

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Anfang Januar war bei AMD / ATI von einer grundsätzlichen Überarbeitung des Grafikchips R600 die Rede. Doch es steckte viel mehr dahinter.

Tatsächlich fasste die Firma richtig Mut, nahm nicht den Weg von R520/R580, und warf den R600 zum alten Eisen. Den R600 in 80 nm – so drang es jetzt nach außen – wird es nur in einer sehr begrenzten Menge von Chips geben.

AMD / ATI haben sich entschieden, ihre Probleme zu lösen, indem sie jeden verfügbaren Aufwand einsetzten, um querbeet auf 65 Nanometer umzusteigen, einschließlich dieses 720 Millionen Transistoren schweren Monsters. Das reduziert den Energieverbrauch drastisch und befähigt sie zugleich, den R600 mit 1 GHz oder sogar mehr zu takten. Die Massenproduktion des R600 wird in 65-Nanometer-Fertigung sein.

Das bedeutet wirklich viel. Obwohl AMD hinsichtlich des großen Schaukampfes G80 gegen R600 um sechs Monate zurück liegt, ist die Firma um sechs Monate voraus gegenüber NV55, zuvor bekannt als G81 und derzeit bekannt als G90 (oder eben NV55 in der Gegend von Satan Clara).

Wir haben mit einigen AMD-Leuten der oberen Ränge gesprochen, und sie haben dieses Gerücht bestätigt. Daher wird der R600, der in künftigen Tagen in den Ladenregalen liegen wird, in 65 nm sein und um ein Drittel weniger Energie verbrauchen als der 80-nm-Grafikprozessor.

(Von Theo Valich/bk)

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