Verlagert Fujitsu Siemens seine PC-Produktion ins Ausland?

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Der Preisdruck erreicht auch FSC: Angeblich erwägt der PC-Hersteller, seine Produktion von Deutschland in ein Niedriglohnland zu versetzen.

Die Financial Times Deutschland berichtet, Fujitsu-Siemens Computers habe eventuell vor, die Produktion von Personal Computern an Auftragshersteller zu geben. FSC-Chef Bernd Bischoff erklärte dem Blatt, man sei derzeit noch der einzige PC-Hersteller der Welt, der seine Computer noch in einem Hochlohnland produziere. Nur mit flexiblen Arbeitszeiten und Produktivitätssteigerungen sei es FSC gelungen, den Kostennachteil gegenüber HP, Dell oder Lenovo zu kompensieren.

Mittelfristig wolle man die Werke in Augsburg und Sömmerda aber auf hochwertige Produkte wie Server und Speicher konzentrieren, um die Standorte langfristig sichern zu können. Einfache Consumer-PC könne man dann von Auftragsfertigern in Niedriglohnländern bauen lassen. Die Umstrukturierung dauere aber sicher einige Jahre.

Ob beim extrem harten Wettbewerb ein paar Jahre Umstrukturierungszeit zu viel sind, werden die rund 2400 Beschäftigten in den Werken noch spüren. 2006 waren die PC-Preise in nur einem Jahr um 20 Prozent abgerutscht. Das erschreckte Fujitsu-Siemens gehörig. (mk)

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