Erfolgreicher Spambuster startet Anti-Spam-Kampagne

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Er ärgerte sich über eine Spam-Mail, ging vor Gericht und kassierte über 1000 Euro dafür. Jetzt verrät er anderen, wie das geht.

Der geschäftstüchtige Schotte hatte eine dummdreiste Spam-Botschaft von einer Firma bekommen, die damit ausgerechnet für Anti-Apam-Software werben wollte. Das brachte das Fass zum Überlaufen für den 30-jährigen Gordon Dick. Er verklagte die spammende Firma Transcom Internet Services und bekam beim Edinburgh Sheriff Court nicht nur Recht, sondern Schadenersatz in Höhe von 750 £ zugesprochen. Plus Kostenersatz plus Zinsen. Damit dürfen die Spammer schon mindestens 1369 £ (2000 €) abdrücken.

In seiner Website “Scotch Spam!” gibt der erfolgreiche Kläger jetzt anderen Spamgeschädigten Tipps, wie sie zu ihrem guten Recht und an Geld kommen. Aufgrund einer EU-Weisung, die auch in Großbritannien rechtsgültig ist, haben einzelne Personen den Anspruch, nicht von unerwünschten geschäftlichen Mails, Faxen und Textnachrichten belästigt zu werden.

Dick rechnet jetzt vor, was es die von ihm verklagte Firma kosten würde, wenn alle 72.000 Empfänger dieser einen Spamaussendung erfolgreich den gleichen Schadenersatz einklagten – knapp 80 Millionen Euro. Da werden sie überlegen, ob sie das noch mal versuchen, meint der Spamjäger aus Schottland.

“Scotch Spam!” heißt seine Seite im übrigen, weil scotch nicht nur schottisch heißt, sondern auch “im Keim ersticken / einer Sache ein Ende setzen / platt machen”.

(Newsdesk Inquirer/bk)

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Scotch Spam!